
STOLKAS STARTING SEVEN WEEK 1
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Erster NFL-Sonntag, NFL-Draft, Weihnachten, Geburtstag: In dieser Reihenfolge, ich bin nicht sicher, ob wir Freunde sein können, wenn du das großartig anders siehst. Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten NFL-Sonntag erinnern: Ob die St. Louis Rams oder Seattle Seahawks dieses Spiel gewinnen konnten, weiß ich nicht mehr, aber Rookie Wide Receiver Tyler Lockett konnte in Week 1 der 2015 Saison einen Punt-Return scoren. Für St. Louis returnte Tavon Austin, ich hatte mal ein College Highlight Tape von ihm auf YouTube gesehen und Nick Foles warf das Leder, ich sollte ihn noch schmerzhaft kennenlernen.
Woche 1 ist nach JJ McCarthys NFL-Debüt während Monday Night Football in the books und es war die Woche der Quarterbacks.
In Stolkas Starting Seven küre ich Woche für Woche sieben bemerkenswerte Leistungen des abgelaufenen Spieltags auf sieben unterschiedlichen Positionen. Meistens wird sich ein Quarterback in diese Auswahl verirren, meistens wird sich auch ein Rookie wiederfinden.
Quarterback: Josh Allen
Wir starten heiß, denn es würde mich wundern, wenn wir in diesem Jahr viele Wochen sehen, in denen wir so viele spektakuläre Quarterback-Performances sehen wie in dieser. Aaron Rodgers ist der erste Quarterback in der NFL-Geschichte, der in seinem Debüt 240 Yards, 4 Touchdowns und keine Interception geworfen hat. Auf der anderen Seite führte Justin Fields die Jets zur Nummer -4- Offense nach EPA per Play in Woche 1. Vor ihm? Nur Justin Herbert, Josh Allen und Lamar Jacksons Offensiven.
Der beste Quarterback in Woche 1 muss für mich der MVP der Liga sein. Allen inszenierte einen der unterbewerteten Schlüsselmomente der Woche, als er vor der Halbzeit einen 25-sekündigen Field-Goal-Drive hingelegt hat. Wenn du keinen Josh Allen hast, denkst du vermutlich nicht mal daran, dich hier noch einmal in Position zu bringen. Ein Drive, ohne den das Comeback nicht möglich gewesen wäre. Allen ist der erste Quarterback, der es in diesem Jahrtausend geschafft hat, im 4. Quarter eines Sieges für mehr als 250 Yards zu werfen (269). Eine historische Nacht.
Die Jungs im Football-Wohnzimmer waren sich einig: Baltimore gewinnt dieses Spiel. Alle 3 haben die Ravens mit dem Spread gepickt (-1) und lange sah es so aus, als würden sie recht behalten. Mit 4:48 zu spielen hatten die Ravens laut ESPN Analytics eine 99,1 % Wahrscheinlichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Baltimore ist das erste Team in der NFL-Geschichte, das 40+ Punkte scored und für über 235 Yards läuft und verliert (Teams davor 277-0 inklusive Playoffs per NFLPlus). Doesn’t matter, wenn dein Gegner Josh Allen hat.
Runningback: Jacory „Bill“ Croskey-Merrit
Auf die Gefahr hin, dass dies hier heute auch schon mein letzter Beitrag ist, findet sich entgegen Jans persönlichem Rat an mich „Keine Commanders! 😂 😂 😂 “ doch ein Spieler von Washington auf dieser Liste wieder. In „Bill“ Croskey-Merrit hat sich ein Rookie, über den wir im Training Camp schon viel Gutes gehört haben, schnell in mein Herz gespielt. In nur 23 von 70 offensiven Snaps legte er 10 Carries für 82 Yards und einen Touchdown auf und zeigte in limitierter Sample Size seine Explosivität, Agilität und Toughness. Ein Spieler wie er wird sich ohne Zweifel mehr Möglichkeiten erarbeiten, denn er ist ein richtig guter Runner und sogar ein paar Mal als fleißigerLeadblocker aufgefallen. Beispielsweise setzte er einen entscheidenden Schlüsselblock gegen den Cornerback auf der Feldseite bei Deebo Samuels End-Around-Touchdown. Sein 42-Yard-Lauf im 4. Quarter des Spiels war länger als jeder Lauf, den Ex-Commanders-Runningback Brian Robinson inseiner NFL-Karriere jemals hatte. Eine Randnotiz vom Commanders All-22: Der Berliner Brandon Coleman hat als Starting Left Guard in meinen Augen einen mehr als ordentlichen Job gemacht. Aktiv im Laufspiel und keinen Pressure zugelassen im Passspiel.
Wide Receiver: Jaxon Smith-Njigba
JSN war die Offense der Seahawks in Woche 1. Während viele Quarterbacks bei ihrem neuen Team einen erfolgreichen Auftakt hatten, das ist meine Möglichkeit, endlich Daniel Jones’ Performance zu platzieren, war Sam Darnolds Debüt eher dürftig. Wenn er den Ball mit Erfolg verteilt hat, dann ging das nur über Jaxon Smith-Njigba. Die Stats würden mir da recht geben: Von Darnolds 150 Passing Yards sind 124 in den Händen vom Ex-Ohio-State-Receiver gelandet. Abgesehen von Smith-Njigba wurde lediglich ein anderer Wide Receiver überhaupt angeworfen: Cooper Kupp konnte in seinem Debüt 2 Bälle für 15 Yards fangen.
JSN war wie gewohnt stark über die Mitte des Feldes, konnte da gleich mehrere Crossing Routes fangen und hatte eine mehr als respektable durchschnittliche Target-Tiefe mit 13,6; im letzten Jahr lag diese noch bei 9,2 (per PFF). Gleich zwei vertikale Catches nahe der Sideline, die mit weitem Abstand niedrigste Slot-Rate in seiner Karriere (32,0 % per PFF), legen nahe, dass Klint Kubiak ihn in diesem Jahr anders einsetzen möchte: Der Zeiger zeigt nach oben bei Smith-Njigba. Woche 1 war super vielversprechend.
Offensive Tackle: Joe Alt
Wo war eigentlich Chris Jones und der Passrush der Chiefs beim NFL São-Paulo-Game am vergangenen Samstag? Wenn Kansas City es geschafft hat Druck auf Justin Herbert zu bringen, dann weil Steve Spagnoulo ihn kreiert hat und das, nachdem sich Star Left Tackle Rashawn Slater spät in der Offseason schwer verletzte. Joe Alt, der im vergangenen Jahr noch Right Tackle gespielt hat, die Left-Tackle-Position aber noch aus dem College bestens kennt, ist der beste Spieler in dieser Offensive Line und war das auch in Woche 1. Aber er steht hier gleichermaßen stellvertretend für eine Line, die sich von links nach rechts wie folgt liest: Alt, Johnson, Bozeman, Becton, Pipkins.
Alt hatte in Woche 1 die beste Pass-Blocking-Grade aller Offensive Tackles bei PFF und hat weder einen Pressure noch eine Flagge verursacht. Besser wird es nicht.
Defensive End: Micah Parsons
Der ist für Valentin, liebe Grüße. Jerry „der Parsons-Trade verbessert unsere Laufverteidigung“ Jones dürfte auch gesehen haben, wie Green Bay das wohl beste Runningback-Duo in der NFL bei 44 Yards gehalten hat, nachdem sie Kenny Clark abgegeben haben. Konträr legt Philly den Ball gegen die Cowboys 38 Mal auf den Boden für 158 Yards. Vor allem Jalen Hurts konnte immer wieder in Schlüsselsituationen mit seinen Beinen wichtige First Downs holen. Ein außerirdischer Athlet wie Micah Parsons, der bei seinem ersten Sack in Grün und Gelb mit 29,72 km/h (per NFL NGS) geblitzt wurde, hätte da möglicherweise helfen können.
Er hat nicht mal die Hälfte aller Snaps gespielt, aber sein Einfluss färbt jetzt schon auf andere ab, weil er Möglichkeiten forciert und Räume öffnet. Parsons hat ein paar Mal Penei Sewell geschlagen und unter anderem mit seinem Pressure an der Innenseite des All-Pros die Interception von Safety Evan Williams forciert. Ich wäre nach wie vor sehr überrascht, wenn Green Bay aus diesem Trade nicht als der klare Gewinner hervorgeht.
Defensive End: Harold Landry III
Kaum jemand hat die Offseason-Verpflichtung von Landry als etwas anderes abgetan als: Er kennt das Scheme von Mike Vrabel und wird als Bindeglied zwischen neu und alt fungieren. Dabei nehme ich mich selber auch nicht raus. Dass Landry in Woche 1 alle Defensive Ends in Pressure Rate anführen würde (27,6 % per PFF) und er 3 Sacks auflegt (per PFF), stand so nicht unbedingt auf meiner 2025-Bingo-Karte. Patriots-Defensive-Coordinator Terrell Williams hat Landry auch mit Stunts freigeschemed, aber da waren auch viele 1-gegen-1-Reps dabei, die der Patriots-Team-Captain für sich entscheiden konnte. Landry ist erst junge 29 Jahre alt und auf einmal eine spannende Personalie.
Safety: Isaiah Pola-Mao
Ich bin mir nicht sicher, wie viele Leute den Starting Free Safety der Raiders vor Week 1 hätten nennen können und ich bin mir auch nicht sicher, wie viele es nach diesem Auftritt gegen die Patriots sind, aber er hat mir gegen mein Lieblingsteam richtig gut gefallen. Pete Carroll wird in seiner Secondary immer verrückte, physische Safetys haben, und 1,93 m, 2022 Rookie Free Agent Safety Isaiah Pola-Mao ist genau dieser Spieler für den ältesten Headcoach der NFL. Mehrfach aggressiv runtergetriggert zum Tackle, ein Textbook-Tackle for Loss und eine Interception, die das Spiel wieder in die Hände der Raiders legte: Ein Name, den wir in dieser Saison nicht das letzte Mal gehört haben.
Woche war wild, Woche 1 hat Spaß gemacht! Ich freue mich auf Woche 2, die Donnerstag Nacht mit einem echten Kracher und gleich zwei Spielern von dieser Liste startet. Bis nächste Woche!