
STOLKAS STARTING SEVEN WEEK 3
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In dieser Woche haben wir die beste Performance in der zugegebenermaßen kurzen Geschichte dieser Kolumne gesehen und Russell Wilson … na ja, lest einfach die Tweets der Jungs, wenn ihr wissen wollt, wie Wilson gespielt hat. Sagen wir nur so viel: Malik Nabers konnte seine Leistung aus der letzten Ausgabe von Stolkas Starting Seven vielleicht nicht unbedingt bestätigen, und ich räume ihm da keine Schuld ein. Woche 3 der NFL ist in den Büchern – und die Falcons haben so viele Punkte gescored, wie die Texans bisher Spiele gewonnen haben.
In Stolkas Starting Seven küre ich Woche für Woche sieben bemerkenswerte Leistungen auf sieben Positionen. Meistens verirrt sich ein Quarterback in diese Auswahl, meistens findet sich auch ein Rookie wieder.
Quarterback: Caleb Williams
Williams hat gegen die Cowboys das beste Spiel seiner NFL-Karriere gespielt, und vermutlich sollte ich in einer Kolumne, die einzig und allein darauf ausgelegt ist, Spieler in den Himmel zu loben, weniger relativieren, aber ein Satz muss dennoch sein. Caleb Williams’ Auftritt war überragend, sonst wäre er hier nicht mein Quarterback der Woche, aber ein Auftritt gegen eine Dallas-Defense, die erwiesenermaßen nicht mal einen Puls hat, ist nicht überzubewerten. Calebs Auftritt in Woche 2 war nicht ganz so schwach, wie im Konsens angenommen, Calebs Auftritt in Woche 3 war nicht ganz so stark, wie im Konsens angenommen.
With that being said: Have a day, Caleb! Vier Touchdowns, keine Interception, nicht mal ein Turnover-worthy Play (per PFF) und die Highs mit Caleb sind nicht von dieser Welt. Der Flea-Flicker im ersten Quarter markierte mit 61,1 Air Yards Calebs weitesten Karriere-Wurf und den weitesten Wurf der NFL-Saison (per NGS). Was diesen Wurf so spektakulär macht, ist, dass Caleb kaum Zeit hat, diesen Pass „aufzuladen“. Williams fängt den missglückten Pitch von Swift und feuert den Ball an einem Seil zu Luther Burden. Du siehst die Misses on Tape, aber du siehst auch die angesprochenen Highs und wenn du sie einmal sehen kannst, kannst du sie zweimal sehen, kannst du sie hoffentlich öfter sehen. Toller Auftritt von Caleb.
Wide Receiver: AJ Brown
Way to bounce back, AJ! Für mich gilt zunächst ein Lob dafür, wie der Receiver die ersten beiden Wochen gehandhabt hat. Keine Unruhe, kein schlechtes Wort, keine Ausbrüche an der Sideline und auch keine Bücher. Brown war geduldig und wurde am Sonntag belohnt. In den ersten beiden Wochen der Saison hat Quarterback Jalen Hurts keinen Pass in die Intermediate Area des Feldes geworfen (11–19 Yards per NFL NGS). In Woche 3 fing Brown drei seiner sechs Targets in genau dieser Range, darunter seinen Touchdown und einen physischen Yards-after-Catch-Effort, um bei 3rd and 10 den Game-Winning Drive zu starten. Schon früher im Spiel connectete er mit Hurts auf einer Sluggo-Route außerhalb der Nummern für 38 Yards, um dem Comeback der Eagles einen ersten Impuls im Passing Game zu verleihen.Bis zu diesem Zeitpunkt brachte Hurts es gerade einmal auf 26 Passing Yards – die Eagles sollten im selben Drive auf 26:14 verkürzen. Wann immer Philly einen Impuls brauchte, war es AJ Brown, der ihn dieser Offense verlieh. Ich würde gerne mehr davon sehen.
Cornerback: Isaiah Rodgers
Ich wäre verblüfft, wenn es in dieser Saison noch einmal ein Spieler schafft, eine bessere individuelle Leistung zu zeigen als Isaiah Rodgers in Woche 3. Pro Football Focus graded seit 2006 NFL-Spieler. Zum ersten Mal in der Geschichte hat es ein Spieler geschafft, eine Bewertung von 99,9 zu erreichen: Isaiah Rodgers in Woche 3. Ein Pick Six, ein Fumble- Recovery-Touchdown, ein weiteres forciertes Fumble und wäre das nicht historisch genug, hat er auch einen fantastischen Job in Coverage gemacht. Das Play, das mir sofort in den Kopf kommt, ist ein 3rd and 8 mit 4:50 im zweiten Quarter. Rodgers (5’10’’) ist ohne Hilfe auf einer Insel mit 6’4’ Receiver Tee Higgins, bleibt diszipliniert, streckt sich, was das Zeug hält, und verhindert den Touchdown bei einem Look, den ein Quarterback wahrscheinlich neun von zehn Mal attackieren würde. Chapeau!
Guard: Matt Goncalves
Ich will nicht lügen: Ich brauchte einen Spieler dieser Colts Offensive Line, um im Folgenden alle fünf hervorzuheben. Goncalves erlaubte auf der Right-Guard-Position gegen die Texans keinen Sack, Hit oder Pressure, toller Auftritt (per PFF). Eine Colts Offensive Line, die sich von links nach rechts liest wie Raimann, Nelson, Bortolini, Goncalves, Smith, ist in den ersten drei Wochen der Saison für mich das Herzstück eines spektakulären Saisonauftakts der Colts-Offense. Daniel Jones wurde in Woche 3 nicht gesackt, die Offense um Jonathan Taylor lief für 137 Yards – und die Offensive Line hatte daran natürlich einen großen Anteil. Congrats damit nochmals an Matt Goncalves – welcher Spieler träumt nicht davon, einmal hier genannt zu werden? ;)
Linebacker: Carson Schwesinger
Die Draftklasse der Browns sieht früh nach einem glatten Erfolg aus. Graham, Judkins, Fannin und eben auch Schwesinger haben früh in der Saison einen positiven Einfluss auf dieses Team und am Sonntag geholfen, die Packers zu schocken. Shoutout an Kevin Stefanski, der den jungen Spielern die Möglichkeit gibt, sich auf dem Feld zu entwickeln – bisher zahlen sie dieses Vertrauen zurück.
Schwesinger überzeugte mit sechs Tackles, zwei QB-Pressures und einem Sack und war ein großer Faktor darin, Josh Jacobs bei 16 Carries für magere 30 Yards zu halten. In den letzten zwei Wochen (vs. Baltimore & Green Bay) stellen die Browns die zweitbeste Laufverteidigung nach Success Rate (per rbsdm). Schwesinger spielt smart, spielt vor allem irre schnell und macht mir früh in dieser Saison sehr viel Spaß.
Edge Defender: Travon Walker & Josh Hines-Allen
Ein dominanter Auftritt gegen die Offensive Line der Houston Texans ist wohl das, was man als „low hanging fruit“ bezeichnet, aber ich kann nicht anders, als beeindruckt von dem zu sein, was dieses Duo in den ersten Wochen der Saison gezeigt hat. Nur ein Duo konnte den gegnerischen Quarterback in dieser Saison bisher öfter unter Druck setzen als Hines-Allen und Walker (Nick Bonitto & Jonathan Cooper, der hier mit einer 10-Pressure-Performance gegen die Chargers auch einen Platz verdient gehabt hätte). 31 Pressures in drei Spielen, davon zwölf in Woche 3 (jeweils sechs), sind beachtliche Statistiken für jedes Duo. Aber vor allem für einen der missverstandensten First-Round-Picks der letzten Jahre freut es mich ungemein: Travon Walker ist längst als positive Force einer NFL-Defense angekommen und aktuell dabei, einen weiteren Schritt zu machen. Jacksonville sollte ihn bald bezahlen, damit er nicht sündhaft teuer wird.