STOLKAS STARTING SEVEN WEEK 8

STOLKAS STARTING SEVEN WEEK 8

, 6 min Lesezeit

An einem Sonntag, wo im Football Wohnzimmer hochrangiger, exzellenter Besuch zugegen war, zeigte sich die NFL nicht von ihrer spannendsten Seite. Blowouts, zähe Kost, einzig Justin Fields und Joe Flacco kämpften einen 75+ Punkte Krimi aus, lol. Auch an einem langsamen Sonntag sollten die interessanten individuellen Performances jedoch nicht gänzlich ausbleiben. Gemeinsam mit Thursday und Sunday Night Football wird dann eine richtig Runde Sache draus. Viel Spaß!

In Stolkas Starting Seven küre ich Woche für Woche sieben bemerkenswerte individuelle Leistungen von sieben Spielern in der NFL. Meistens verirrt sich ein Quarterback in diese Auswahl, meistens findet sich auch ein Rookie wieder.

QB Justin Herbert

Meine Güte, hab ich auf Social staub gegessen unter der Woche. Herbert > Burrow, ich bleibe seit Jahren konstant mit diesem Take. Von den 127 Kommentaren unter meinem Thursday Night Football Video und den zahlreichen DMs von wütenden Bengals Fans sehen das die meisten anders. Justin Herbert gehört seit Jahren zu den unterbewertetsten Spielern im Profi-Sport und Freitag Nacht hat er das wiederholt unter Beweis gestellt. Vor Woche 8 wurde Herbert 62-mal gehittet, Cam Ward war auf der 2 mit 44 QB Hits (per danielrpopper) und auch die Vikings haben es Herbert erneut ungemütlich gemacht. Immer wieder setzte Herbert, wenn die Play-Struktur gebrochen ist, entweder seine Beine bei Scrambles ein oder ließ die Augen Downfield und fand einen Receiver spät im Down. Seine Fähigkeit zu kreieren verhalf in den letzten zwei Wochen nicht nur Oronde Gadsden bei seinem Breakout, er brachte auch Rookie Tre Harris seinen ersten NFL-TD. Minnesota verteidigt den PA Boot perfekt, Herbert hält die Augen in der Endzone, navigiert den Passrush und kreiert das besondere Play. Herberts außergewöhnlichstes Play war wohl sein 27-Yard-TD auf Ladd McConkey kurz vor der Halbzeit. Direkt nach dem Snap hat Herbert den Interior Passrush der Vikings im Gesicht, kann den Arm nach dem Wurf nicht mal durchziehen, doch er lässt sich nicht beeinflussen und platziert einen perfekten Go-Ball auf McConkey zum 20-3.

RB James Cook

In Woche 4 hatte ich James Cook hier schon mal dabei. Die Platzierung auf dieser Liste war zu diesem Zeitpunkt lange überfällig. Ich habe seinen Laufstil als „Smooth“ beschrieben: „Er gleitet und nichts sieht jemals schwer für ihn aus.“ Würde ich weiterhin so unterschreiben. Cook ist den Ball gegen Carolina 19-mal für 126 Yards und 2 Touchdowns gelaufen. Dabei ist er laut NFL NGS für 121 Rushing Yards Over Expected gelaufen, die vierthöchste Zahl seit 2018. Offensive Coordinator Joe Brady hat einen fantastischen Job darin gemacht, Cook außerhalb der Tackles in Szene zu setzen, immer wieder brachte er Second-Level-Verteidiger in Schwierigkeiten. Sein größtes Play des Spiels war ein 64-Yard-Touchdown im zweiten Quarter. Cook beweist Geduld und Explosivität, folgt dem Block von Fullback Reggie Gillam und bestraft den mit schlechtem Winkel herunterkommenden Safety für sechs Punkte.

RB Breece Hall

Die New York Jets haben ein Footballspiel gewonnen und ein Runningback hat den Game-Winning Touchdown geworfen. Das ist kein müder Justin Fields Witz, das ist der Hinweis darauf, dass Breece Hall der erste Nicht-QB ist, der in den letzten 20 Jahren einen Game-Winning TD in den letzten zwei Minuten geworfen hat (per CBS). Fields Toss zu Hall, Hall mit dem „Double-Clutch“ und findet Tight End Mason Taylor in der Ecke der Endzone. Ein solches Gimmick-Play alleine bringt Hall natürlich nicht auf diese Liste. 18 Carries, 133 Yards und 2 Rushing Touchdowns, darunter ein 33-Yard-TD mit acht Minuten im vierten Quarter. Mit dem Spielstand zu diesem Zeitpunkt bei 24:38 war es genau dieses Play, welches den Jets einen offensiven Spark und ein dringend benötigtes explosives Play gegeben hat. Ein verdammt guter Footballspieler bei einem verdammt schlechten Footballteam.

Tight End Tucker Kraft

Auch Tucker Kraft war schon einmal ein Teil dieser Kolumne. In Woche 2 glänzte Kraft mit einem 124-Yard-Auftritt gegen die Commanders. Kraft ist 2-0 in Standout Performances in den Winter-Warnings-Trikots, bevor der Winter überhaupt begonnen hat. Ein leiser National Tight Ends Day endete mit einem 143-Yard- und 2-Touchdown-Auftritt (per ESPN) von einem der besten Spieler auf seiner Position. Kraft beweist sich in diesem Jahr als eine der Premium-Yards-After-Catch-Waffen in der NFL. 131 seiner 143 Yards erzielte Kraft nach dem Catch (per NGS) und auch bei seinen beiden Touchdowns des Tages passierte der Großteil der Arbeit nach dem Catch. Immer wieder kreierte LaFleur Platz für Tucker und ließ ihn in der Flat anwerfen. Sein bestes Play des Spiels war wohl der 3rd & 5 mit 12:38 im vierten Quarter. Die Packers liegen zu diesem Zeitpunkt mit 7-16 hinten. Bei uns im Podcast beschreiben wir das wohl als „Crucial Moment“. Love wirft einen Pass in Krafts Richtung, dieser lokalisiert die Bogenlampe in der Luft und legt gut 40 Yards After Catch hin. Das 59-Yard-Play sollte einen 90-Yard-TD-Drive starten und damit das Comeback der Packers einleiten. Big-Time Game von einem Big-Time Spieler.

EDGE Myles Garrett

Dieser Absatz schreibt sich von selbst. Hätte Garrett gegen New England einen oder zwei Sacks gemacht, hätte ich sicherlich erwägt, ihn zu inkludieren, denn er hat gegen die Patriots Reggie Whites Rekord für die meisten Sacks vor dem 30. Geburtstag mit 110,5 (vorher 108 per NFL) gebrochen. Am Sonntag fügte Garrett fünf Sacks zu diesem Zähler hinzu und forcierte ein Fumble. Wenn man eines über Patriots Offensive Coordinator sagen kann, dann, dass er es versteht, seine Spieler in vorteilhafte Situationen zu bringen. Genau das hat McDaniels auch für Will Campbell und den Rest seiner Offensive Line getan, doch Chips und Double-Teams waren nicht genug. Garrett ist der erste Spieler in der NFL-Geschichte, der ein Spiel, in dem er fünf Sacks hat, mit mehr als drei Punkten verliert. Die Browns haben mit 19 Punkten verloren (per MySportsUpdate). Parsons legt für den DPOY mit drei Sacks gegen Arizona vor, Garrett zieht nach und legt noch einen drauf.

EDGE Rashan Gary

Not gonna lie, Kraft und Gary haben mich während Sunday Night Football ein wenig gerettet. Es war nicht die Woche der außergewöhnlichen individuellen Performances, aber zwei Sacks gegen Aaron Rodgers geben mir die Möglichkeit, ein wenig über eine der positiven Entwicklungen in der NFL zu schreiben. Rashan Gary konnte die Rolle als Nummer-1-Passrush-Option in einer Top-Defense in den letzten Jahren nicht füllen. Sein Floor als Laufverteidiger hat ihn immer zu einem wirklich guten Spieler gemacht, aber eben keiner, der mit Double-Team und dem Großteil der Aufmerksamkeit immer noch einen produktiven Einfluss auf ein Footballteam haben kann. Hier kommt Micah Parsons ins Spiel. Mit dem Parsons Trade wurde Gary zur klaren Nummer 2 und so änderte sich auch die Aufmerksamkeitsverteilung von NFL-Offensiven gegen die Packers. Eine Double-Team-Rate von 41,6 % (laut PFF), Sphären, in denen die Dayo Oyedingbos und Shemar Stewarts dieser Welt rumschweben, gepaart mit einem Spieler von Garys Qualität, führen zu Produktion. Green Bay wurde mit dem Parsons Trade besser auf mehreren Positionen.

Linebacker Jordyn Brooks

Die Atlanta Falcons hatten gegen Miami 45 Rushing Yards bei 17 Versuchen (per ESPN). Miami konnte die größte Stärke dieses Teams neutralisieren und Jordyn Brooks hatte daran einen großen Anteil. Der NFL Sack-Leader nach acht Wochen war gegen Atlanta überall und konnte dem Spiel im Lauf- und Passspiel seinen Stempel aufdrücken. Sieben Tackles, drei Tackles for Loss, darunter ein potenzielles Safety und ein Sack gegen Kirk Cousins. Brooks und die Dolphins Defense hatten Bijan Robinson frustriert, den Eindruck erweckte er mitunter bei seinem vermeintlichen Pass-Blocking-Versuch gegen Brooks bei besagtem Snap. Dieses Dolphins Team hat Leben gezeigt und Jordyn Brooks stand im Zentrum dessen.


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