Super Bowl Rematch in Woche 2

Super Bowl Rematch in Woche 2

, 4 min Lesezeit

Es ist noch nicht lange her, da besiegten die Eagles die Chiefs mit 40:22 und holten damit ihren zweiten Super Bowl. Zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden – weder Offense noch Defense von Kansas City konnten Philadelphia an diesem Tag das Wasser reichen. Am Sonntag dürfte uns jedoch ein ganz anderes Spiel erwarten. Das hier sind die fünf spannendsten Faktoren, die über den Ausgang entscheiden werden:

1. Carter darf ran!

Jalen Carter (#98) wurde nach seiner Spuckattacke nicht gesperrt. Somit steht den Eagles ihr bester D-Liner gegen die Chiefs zur Verfügung. Im Super Bowl lieferte er zwar laut PFF sein schwächstes Spiel der Saison ab, zog aber viel Aufmerksamkeit auf sich, was am Ende dafür sorgte, dass seine Mitspieler um ihn herum glänzen konnten. Darunter DT Moro Ojomo (#97), welcher mit drei Pressures auf Mahomes sein bestes Spiel 2024 hatte. In der vergangenen Saison stand Ojomo bereits bei knapp 500 Snaps auf dem Feld – fast 70 % davon im Pass Rush – und übernimmt nach dem Abgang von Milton Williams in der Offseason (jetzt Patriots) die Rolle als neuer Pass-Rush-Spezialist im Interior.

Die Chiefs könnten deshalb wie die Cowboys vermehrt durch die Mitte über Center Creed Humphrey (#52) und Guard Trey Smith (#65) laufen, um lange 3rd Downs zu vermeiden. Entscheidend wird außerdem, dass Guard Kingsley Suamataia (#76), vom LT zum LG umgeschult, nicht in 1-gegen-1-Situationen auf Carter trifft – ein Duell, das Kansas City unbedingt verhindern muss, da die Eagles auch im Duell auf den Edges die Nase vorn haben werden.

2. Auch Tackles unter Druck: Simmons & Taylor vs. Edge-Quartett der Eagles

Josh Simmons (#71, Rookie 1st Round) und Jawaan Taylor (#74) hatten einen schwierigen Start in Woche 1. Simmons war für 28 % aller Pressures verantwortlich, Taylor kassierte gleich vier Strafen – Platz 1 unter allen O-Linern.

Gegen die Eagles wird es nicht leichter. Auf sie wartet ein tief besetztes Edge-Quartett mit Nolan Smith (#3), Josh Uche (#0), Jalyx Hunt (#58) und Neuzugang Za’Darius Smith (#52). Uche gewann beeindruckende 43 % seiner Pass-Rush-Snaps – NFL-Bestwert in Woche 1 – während Smith mit 32 % Platz 8 belegte. Mit Za’Darius Smith kommt ein weiterer erfahrener Pass Rusher hinzu, der in den letzten drei Saisons nie weniger als 61 Pressures und zweimal 10 Sacks verbuchen konnte. Diese Gruppe an Edge Defendern kann das Spiel in Passing-Situationen für sich entscheiden – vor allem, weil Jalen Carter die meiste Aufmerksamkeit der Chiefs-O-Line bekommen sollte.

3. Marquise Brown übernimmt wichtigste Rolle im Chiefs Passing Game

Nach der Sperre von Rashee Rice (#4, sechs Spiele) und der frühen Verletzung von Xavier Worthy (#1, dritter Spielzug der Saison) rückt Marquise Brown (#5) automatisch in die Schlüsselrolle der Chiefs-Passing-Offense. 2023/24 füllte Rice diese Rolle aus, ehe er verletzt ausfiel. Gegen Saisonende 2024/25 übernahm dann Worthy.

Aber worum genau geht es in dieser Rolle? Kurz gefasst: Diese Rolle ist die wichtigste Anspielstation im Kurzpassspiel der Chiefs. Der Spieler, der diese Rolle einnimmt, fungiert häufig aus dem Slot – mit dem Fokus, Lücken in der Zone Coverage der Defense zu finden. Es ist nicht unüblich, dass der WR in dieser Rolle über zehn Targets im Spiel erhält. Brown hat bereits im Spiel gegen die Chargers gezeigt, dass er dafür der richtige Mann sein kann: 14 Targets, 10 Catches – NFL-Spitze nach Woche 1.

4. Spagnuolos Blitzes – Eagles im Härtetest

Seit Steve Spagnuolo Defensive Coordinator der Chiefs ist, sind seine Blitz-Packages bei 3rd Down gefürchtet. Besonders die Einbindung von Defensive Backs bringt gegnerische Quarterbacksimmer wieder in Schwierigkeiten. 

Die Eagles taten sich bereits im Season Opener gegen die Cowboys schwer, blitzende DBs zu erkennen und zu blocken. Ende des dritten Quarters brachten die Cowboys gleich zweimal nacheinander einen blitzenden Defensive Back – einmal über die rechte und einmal über die linke Seite der Eagles-O-Line. Beide Male kamen die blitzenden DBs ungeblockt durch. Diese Blitzes waren im Vergleich ziemlich einfach konzipiert. Gegen die Chiefs wartet auf Jalen Hurts (#1) und die O-Line ein deutlich komplexerer Blitz-Mix.

5. A.J. Brown vs. Trent McDuffie – Rematch mit Zündstoff

A.J. Brown (#11) blieb im ersten Spiel fast unsichtbar und kam gerade mal auf einen Catch. Doch der Star-Receiver ist und bleibt die gefährlichste Waffe im Passing Game der Eagles. Ein zweites Spiel in Folge ohne Impact und ohne Targets ist kaum vorstellbar.

Im Super Bowl 2024 gaben die Chiefs ihrem besten Defensive Back, Trent McDuffie (#22), die Aufgabe, Brown zu kontrollieren. In 19 von 24 Passing Plays stand McDuffie direkt vor Brown oder deckte zumindest seine Seite. Das Ergebnis: nur 3 Catches für 43 Yards, allerdings ein Touchdown. Schaffen es die Chiefs jetzt noch, Saquon Barkley (#26) zu kontrollieren, könnte die Offense der Eagles sehr eindimensional werden.


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